Digitale Schlüsselkompetenzen nutzen

Digitale Kompetenz ist wesentlich für das Lernen, Arbeiten und Weiterentwicklung der Gesellschaft. Klar zu sein scheint, dass digitale Fähigkeiten als eine der Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen gelten.

Was ist digitale Kompetenz?

Die digitale Kompetenz hat verschiedene Definitionen. Im Zuge des Lernens im digitalen Wandel nimmt dies einen hohen Einfluss auf unterschiedliche Bereiche des Lebens. Das kritische Auseinandersetzen mit digitalen Technologien, die der Beschaffung und Verarbeitung von Informationen dienen ist dabei sehr zentral. Ferner gilt es technische Lösungs- und Handlungsoptionen in Betracht zu ziehen.

Dies mag einigen von uns einfach zu erscheinen aufgrund der eigenen Generation und Sozialisation. Doch ausgehend von den Erkenntnissen der digitalen Agenda vom Jahr 2015, sind digitale Kompetenzen von 40 Prozent der EU-Bevölkerung auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. Zeitgleich sind 22 Prozent der EU-Bürger keine Internetnutzer und somit noch mehr davon betroffen.

Digitale Kompetenz ist ein branchenübergreifender Begriff, der zum Teil bereits in heutigen Jobprofilen gefordert wird von Bewerbern. Es stellt sich daher die Frage, welche Art digitaler Kompetenz erwartet wird, damit Mitarbeiter in der Arbeitswelt 4.0 bestehen können. Gleiches gilt für den internationalen Wettbewerb.

Laut dem IW-Personalpanel aus dem Jahr 2014, sind für Unternehmen folgende Aspekt bis 2025 von besonderer Bedeutung.

 

Digitale und traditionelle Kompetenzen gehen Hand in Hand:

  • Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit (78 Prozent)
  • Planungs- und Organisationsfähigkeit (76 Prozent)
  • berufliches und betriebliches Erfahrungswissen (66 Prozent)
  • Online-Kompetenzen (62 Prozent)
  • technisches Fachwissen (57 Prozent)
  • Kaufmännisches/ Betriebswirtschaftliches Fachwissen (56 Prozent)
  • IT-Fachwissen und Softwareprogrammierung (52 Prozent)
  • Handwerkliches Geschick (26 Prozent)

Es wird also zukünftig entscheidend seine Anreize zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung zu setzen.

Es ist ebenfalls wichtig, zu berücksichtigen, dass „die digitale Kompetenz, als eine übergreifende Kompetenz, uns auch dabei hilft, andere Kompetenzen zu meistern, wie beispielsweise Kommunikation, Sprachkenntnisse oder Grundfertigkeiten in Mathematik und Naturwissenschaften“, wie es Riina Vuorikarie in ihrem Fachartikel ausführt.

Um das Wesentliche dieser Kompetenz besser zu verstehen, hat die Europäische Kommission den Europäischen Referenzrahmen für digitale Kompetenzen (DigComp) entwickelt, der in fünf Bereiche unterteilt ist: das Verständnis von Informationen und Daten; Kommunikation und Zusammenarbeit; das Erstellen digitaler Inhalte; Sicherheit der Geräte, der personenbezogenen Daten und der Umwelt beim Umgang mit digitalen Technologien; Problemlösungsstrategien. Dieser Referenzrahmen beinhaltet insgesamt 21 Kompetenzen – Klicken Sie auf den Link unter dem Bild und schauen Sie in der Infografik nach, welche Kompetenzen Sie bereits beherrschen!

In naher Zukunft werden ökonomische Netzwerke mit digitaler Ausrichtung in Form von Genossenschaften, Vereinen und sonstigen Formen eine wichtige Rolle einnehmen.

Wie entwickelt sich die digitale Kompetenz in Europa?

Der Eurydice-Bericht (2012) zeigt, dass in Bezug auf die digitale Kompetenz fast alle europäischen Länder eine eigene Strategie auf nationaler Ebene entwickelt haben. 

Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass seitens der Lehrenden (z.B. erfahrener Kollege, Leitungsperson, Ausbilder, Führungskraft) eine ausreichende digitale Kompetenz besteht, um diese im Unternehmen einzubringen. Die TALIS-Studie der OECD (2013) zeigte, dass 18 {dd9fbe0f940d94cae2f0bc9718351f36edb5859392cd62908c118f6e0b6d3159} der Ausbilder und der Lehrkräfte meinen, dass sie für das Lehren mehr Fähigkeiten in der Informations- und Kommunikationstechnologie  benötigen. Rund 16 {dd9fbe0f940d94cae2f0bc9718351f36edb5859392cd62908c118f6e0b6d3159} von ihnen wünschen sich eine weitergehende Schulung für die Nutzung neuer Technologien am eigenen Arbeitsplatz.

Fazit:

Digitale Kompetenz ist ein wandelnder Zeitgeist, der aktiver Veränderungsbereitschaft bedarf.  Es ist somit ein Thema für das lebenslange Lernen von Mitarbeitern, Führungskräften und weiteren Personenkreisen.

Digitale Lernformate sind ein Instrument, mit dem Sie diese Kompetenz fördern können. Für Ihr Unternehmen, sich selbst und vor allem Ihre Mitarbeiter eröffnet sich somit eine zeitgemäße Flexibilität in der beruflichen Bildung. 

Zukünftig stehen Unternehemen somit vor der Herausforderungen jene Bedingungen zu schaffen, welche gezielt zur digitalen Kompetenz und somit lebenslangen Lernen beitragen.

_______________________________

Sie interessieren sich für ein Job, der digitale Kompetenzen fordert und fördert? Wir suchen Verstärkung für unser Team. Bewerben Sie sich bei Staffprax für eine Karriere im digitalen Bildungssektor.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.